Archive for 2005-10

Category: The Daily Star

Eine Zeit lang dachte ich, ich wüsste wie man das Leben lebt. Mittlerweile glaub ich, ich weiß aber auch, wie man das Leben stirbt. Ich denke nach, über die Ersten, die Besten, die Letzten, die Einzigen, und ich zähle mich selbst schon länger nicht mehr dazu. Vielleicht gehöre ich zu den Übrigen, oder vielleicht zu den Einsamen, die irgendwann ihren Platz hier verloren haben, und nun verzweifelt auf der Suche sind, um ihn wieder zu finden. Diesen Platz, den es einfach nirgends zu geben scheint, außer in uns selbst. Aber genau da stecke ich auch fest, in mir selbst, komm nicht weiter, komm nicht raus.
Ich geh meine Runden, blicke auf diese Welt, und bis vor Kurzem dachte ich, ich hätte einen Platz gefunden, an dem zu bleiben ich bereit war. Einen Platz, der all das linderte, der den Nebel lichtete. Aber … es war wohl doch nur ein Traum. Ja das war es. Ein Traum. Es war ein Traum wie er schöner nicht hätte sein können. Das Erwachen ließ nicht allzulange auf sich warten, und so bin ich nun hier, hellwach, und ich wünsche mir oft nichts mehr, als weiter zu träumen, von diesem Platz, den es gibt, der den Rast- und Ruhelosen wie mir eine Heimat ist, ein zu Hause, dass ich mir selbst nicht sein kann… Get outta here!

Category: The Daily Star

manchmal frage ich mich, wie das denn mit dem bildungssystem weitergehen soll, wenn es lehrer gibt, die ihren namen auf die seite einer cd-rom schreiben, von der normalerweise die daten gelesen werden sollten. wenn ich anrufe bekomme, dass desktopicons mit dem mauszeiger nicht erreichbar sind, weil die tischkante verhindert, mit der maus noch weiter in diese richtung zu fahren. wenn computer nicht funktionieren, weil noch kein einziges kabel angeschlossen ist… endlich weiß ich, warum jeder lehrer sich manchmal für seine berufsgruppe schämt. kinderlieb zu sein reicht halt nicht immer aus. und wenn mäuse schon nicht über den tischrand hinaus kommen, wie sollen das dann erst mal die lehrer schaffen? naja, die intelligenz verfolgt uns, aber wir sind eben schneller!

Category: The Daily Star

Vor kurzem bin ich wieder auf ein paar Worte gestoßen, die ich bereits 1992 geschrieben habe. Wahnsinn, dass diese Zeilen es so lange geschafft haben, in der durchaus kurzlebigen Welt meiner Daten zu überleben. Phaszinierend, dass sie nach dreizehn Jahren auch nicht an Gehalt verloren haben. Digitalisierte Emotion, für die Ewigkeit bestimmt…

Schlafen, träumen, sterben…
Träume sterben,
und mit ihnen ganze Welten,
die in sich zusammenbrechen,
Gefühle unter sich begraben.
Gefühle sterben,
und mit ihnen ein Teil von mir.