Als ich vor ein paar Wochen eine halbe Stunde vor der Verkaufsstelle für Kopierkarten wartete, konnte ich ein Ritual der Eingeborenen der Quästur beobachten. Schön nach der Reihe kamen sie aus ihren Büros, ausgerüstet mit einer Kaffeekanne, und teilweise noch nicht fähig, ein "Guten Morgen!" zu erwidern (vor dem ersten Kaffee können das anscheinend nicht alle), um in der Gemeinschaftsküche Wasser zu holen. Manche kamen sogar mit richtigen Wassertanks für ihre Espressomaschinen. Nur die Mitarbeiterin der Kopierkarten-Verkaufsstelle kam nicht. Also ging ich wieder. Und fragte mich, ob ich vielleicht doch ein Außenseiter sei, weil ich keinen Kaffee trinke.
Archive for 2006-05
vor eineinhalb jahren tat ein bisschen mut noch sehr gut (siehe ein bisschen mut tut gut). und ja, die mutigen unter uns verletzen sich immer mehr als die angsthasen! trotzdem hätte ich gedacht, wir wären mutiger. naja. mittlerweile schien das unnotwendige wieder notwendig, und es wurde auch getan. nach der enttäuschung folgt nun die ent-täuschung, und sie tut auch gut. aber ich lass mir meinen mut nicht nehmen. jetzt erst recht nicht!
ich trage das herz eines tigers in mir. es ist groß. es ist manchmal einsam. es ist voll kraft, voll unermesslicher kraft. und manchmal fürchte ich mich vor dieser kraft. ich fürchte mich davor, sie freizulassen, und doch weiß ich, dass sie in mir verkümmern muss, denn sie kann nur in freiheit überleben. ich fürchte mich davor, dass sie mich überkommt, dass sie mich verlässt, dass sie mir genommen wird… und doch weiß ich, dass sie für mich allein und in mir allein nutzlos ist. aber es wird jemanden geben, mit dem ich sie gerne teilen werde…
Na gut, dann breiten wir die Flügel wieder aus, und machen uns auf den Weg, zu den Tagen, die uns heilen. Wieder mal ein schöner Text, ein schönes Lied. [...] »
Manchmal treten einem Menschen gegenüber, die zu einem wundervollen Spiegel werden. Aber manchmal gefällt einem nicht, was man in diesem Spiegel sieht. Nur zu leicht neigt man dann dazu, den Spiegel für dieses Bild verantwortlich zu machen. Doch dieser bleibt immer gleich wundervoll, denn das Bild kommt ja von einem selbst… Hm… Das war schon der ganze Gedanke :-)
