
wieder ging einer der großen von uns. james brown, der "godfather of soul" und außer mir die einzige und wahre sex machine auf diesem planeten, verstarb gestern an einem herzversagen. mit dreiundsiebzig jahren, vier ehefrauen, sechs kindern, einigen grammys, und unzähligen anderen auszeichnungen [u.a. verewigt in der rock and roll hall of fame] hat er sich spitznamen wie "mr. dynamite" oder "the hardest working man in showbusiness" wohl wahrlich verdient. leb wohl, sex machine, und grüß mir freddy.

Quelle: d-shock.de
das jahr ist beinahe abgelaufen. wer will blickt bald auf 365 tagesrationen mehr oder weniger genießbaren lebens zurück. wer nicht will hat in der silvesternacht noch zeit, die entsprechenden hirnzellen inklusive erinnerungen zu vernichten. und die kurz zuvor gemachten vorsätze gleich dazu. der trend sagt: ein rückblick muss her. der sofastar sagt es kurz und bündig: oh my god, it is full of stars!
das zwischenmenschliche leben kann so schön sein, wenn man es sich nur immer leicht macht. dazu eine kleine anleitung [...] »
so wie alle menschen hat man selbst eine vergangenheit. hin und wieder legt sich diese wie nebelschwaden über den blick, und man starrt so ins leere, und sieht diesen film ablaufen, in dem man der gute oder der böse war, oder beides. hier eine episode aus dem früheren leben des sofastars [...] »
eigentlich bin ich ja ein harter hund. aber so ganz ohne rundumsicht mit dem fahrzeug zu fahren wäre selbst mir etwas zu unumsichtig. daher mussten die zarten fingerchen heute zum ersten mal der eiskalten kälte ausgesetzt werden, um die vereisten scheiben des fahrzeuges von dieser hauchdünnen kristallschicht zu befreien. die bisher sympathische [weil eben nicht kalte] kalte jahreszeit wurde deutlich unsympathischer [weil eben doch kalt], und die damit verbundene gedankenkette ließ es mir eiskalt den rücken hinunter laufen: winterreifen, schneeschuhe, matsch, hosenscheißer mit 15 km/h… schon traurig, dass unsere spezies keinen winterschlaf hält.
es ist freitag nachmittag, man fährt bus. das hat man schon seit jahren nicht mehr getan. da jedoch mit dem genuss alkoholischer substanzen gerechnet wird, sieht man von der zweckmäßigen verwendung des eigenen fahrzeuges ab, um eine spätere unzweckmäßige zu verhindern.
in der innenstadt wimmelt es von einwohnern eines südlichen nachbarstaates, die offensichtlich von organisierten schlepperbanden in riesigen bussen über die grenze geschleust wurden. unter normalen umständen versucht man solche szenarien zu meiden, für diesen nachmittag hat man sich jedoch mit august dem vierten, dem aufmerksamen leser auch als der schöne august bekannt, verabredet. um andere anwesende von der aufkeimenden misanthropie zu verschonen, konsumiert man alkohol in kleinen mengen. [...] »
seit jahren verfolge ich eine idee. oder sie verfolgt mich. das ist nicht ganz klar. ich möchte ein buch schreiben. nicht weil es zu den dingen gehört, die ein mann in seinem leben getan haben muss, sondern weil ich an genügend einbildungskraft leide, um davon überzeugt zu sein, dass die welt nur darauf wartet. und seit jahren schreibe ich keine einzige zeile. dafür schreiben andere die bücher, die genau so gut von mir hätten sein können. mit freude lese ich sie [da sie genau so gut sind, wie sie von mir hätten sein können], und jedes mal stelle ich fest, dass schon wieder eine meiner exzellenten ideen von der liste gestrichen werden muss. naja, vielleicht bleibt dann nach vielen jahren und hunderten büchern anderer jene eine idee übrig, auf die die welt so lange warten musste.
in gewissen dingen mangelt es mir an lernfähigkeit. oder an akzeptanz. oder an ignoranz. oder an schluckbereitschaft. und aus diesem grund tut es immer wieder mal weh, in der arbeit mitansehen zu müssen, wie der amtsschimmel sein myzel in den köpfen breitmacht, und die entsprechenden menschen sich von einem "machen wir was anders" zu einem "so ist es halt, das kann man nicht ändern" wandeln. schon klar, wir alle müssen mit gewissen strukturellen zwängen leben, aber gott sei dank finden sich nicht immer alle so leicht damit ab. und ein bisschen widerwille hat noch nie geschadet. aber was red ich. so sind die dinge halt, und man kann sie nicht ändern.
tja, der kant der hat das schon ganz gut erkannt, mit der ungeselligen geselligkeit. ist doch jeder so ganz drinnen in sich selbst einfach nur darauf eingestellt, das zu tun, was er möchte, das zu bekommen, was er will, das zu sagen, was er denkt. man möchte fast das wort egozentrik strapazieren. ungeselligkeit. doch dann kommt diese unvermeidbare geselligkeit, weil's die anderen wieder mal nicht schaffen, zu hause zu bleiben, und weil ich es nicht schaffe, mir diese welt ohne irgendwen zu konstruieren. und plötzlich werden mücken zu elefanten, abmachungen zu absagen, zweisamkeiten zu einsamkeiten, versuche zu fehlern, aussagen zu annahmen. sie verstehen das nicht? macht nichts. ich auch nicht. aber wie sang schon bob schneider? it's not easy being the king of the world, it gets harder every day, but somebody's got to do the job, so it might as well be me…