Wikipedia spaltet die wissenschaftlichen Geisterinnen. Während manche auch diese Wissensquelle gern und oft zitieren (vor allem Studierende der Copy & Paste Generation), rollen sich bei anderen (vor allem Wissenschaftierende) die Zehennägel ein. Dass sich Wikipedia nicht unbedingt als wissenschaftliche Quelle auszeichnet, würde ich sofort unterschreiben. Genau darum musste ich heute jedoch lachen, als ich in der Habilitationsschrift des Schweizers Urs Dahinden eine aus Wikipedia übernommen Begriffsdefinition fand:
Der literaturwissenschaftliche Begriff des Narratives (engl.: Erzählung) weist Ähnlichkeiten mit unserem Framebegriff auf. Unter Narrative versteht man die Darstellung eines Ereignisablaufs oder einer Geschichte aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters (Wikipedia 2006).
[...]
Damit wird das Phänomen beschrieben, dass Texte sich auf bereits bestehende Texte beziehen, welche sie durch Absorption und Transformation verarbeiten (Wikipedia 2006).Quelle: Dahinden, Urs (2006): Framing. Eine integrative Theorie der Massenkommunikation. Konstanz: UVK, S.22 (in der Fußnote).
Find ich echt frech, das so zu machen, aber wenn man habilitiert gelten anscheinend wieder andere Regeln. Nichtsdestotrotz gefallen mir die bisher 36 gelesenenen Seiten des Buches von Urs Dahinden wirklich gut…





