
Archive for 2007-10
Der Fuzzman Herwig Zamernik und das Crazy Horse Richie Klammer füllten gestern den Klagenfurter Jazz-Keller Kamot mit gutem Ton. Und mit ausreichend Publikum. Feine Wohnzimmerstimmung mit einem angenehmen Teil Improvisation machten diesen Abend sehr genießbar. Und nicht vergessen: man kann gar nichts falsch machen – it's just music!
Photos von Michael Ransburg
www.fuzzman.fm
* Textzeile aus dem Song Hold Your Hands
Es ist ja nicht so, dass man keine Zeit hat. Aber was die Produktivität anbelangt, könnte es manchmal schon etwas besser aussehen… Heute bin ich bei kulturmanagement auf eine Liste eines gewissen Herrn Robert Greenshields gestoßen, die schon länger hinter mir her gewesen sein muss…
- Stop inputting and start outputting.
- Always remember why you are doing it.
- Plan your day and stick to your plan.
- Prioritize your time.
- Say no – to yourself as well as to others.
- Develop systems and processes.
- Take care of yourself.
Open Your Eyes verwendet. Laut Straßenverkehrsordnung wäre Monsieur Lelouch wohl vom Vertrauensgrundsatz auszuschließen. In 8:30 min quer durch Paris. Aber sehen Sie selbst…
Claude Lelouch (Wikipedia)
C'était un rendezvous (Wikipedia)
DER ERSTE: Wie heißt denn dieses Eis mit den kleinen braunen Stückchen drinnen?
DER ZWEITE: Stracheatella?
Maria Berger stellt das Lebenspartnerschaftsgesetz vor, H.C.Strache definiert sich und die FPÖ als "letzte Hüter der traditionellen Ehe" und somit eigentlich als Ver-Hüter der gleichberechtigten Partnerschaft für Homosexuelle. Dabei würde er doch so gut zum Kärntner Top-Model Jörg H. passen, dass schon seit Monaten von den Plakatwänden lächelt…
Heute für Frau G-Punkt die drei Abhandlungen zur Sexualtheorie vom guten alten Sigmund aus dem Buchgeschäft geholt. Und nicht nur die! Gleich beim Herumschauen direkt mit dem Neuen von Robert Menasse kollidiert. Und dann im Vorbeigehen auch noch den Einen von Jose Saramago gestreift. Uhaha! Naja, Name, Datum und Ort rein, und fertig…
Wenn man in jedes Buch seinen Namen schreibt, und den Ort, und das Datum, an dem man es gekauft, geschenkt bekommen, gefunden oder sonstwie in seinen Besitz gebracht hat, dann kann man später sehr gut nachvollziehen, seit wann und von wo man es hat, wann man es ungefähr gelesen hat bzw. man man es ungefähr lesen wollte, oder wie lange man es eben schon nicht gelesen hat. Sehr praktisch ist das. Wenn man aber in jedes Buch seinen Namen schreibt, und den Ort, und das Datum, an dem man es gekauft, geschenkt bekommen, gefunden oder sonstwie in seinen Besitz gebracht hat, dann kann man es später sehr schlecht zurücksenden, umtauschen oder als Notfall-Geschenk verwenden. Sehr unpraktisch ist das.
Er war das jüngste von sieben Kindern. Das Leben seines Vaters dauerte viel zu kurz und das Überleben seiner Mutter daher umso länger. Seine ersten eigenen Schuhe erhielt er im Alter von zehn Jahren, gemeinsam mit der Erziehung zum Nationalsozialisten, tüchtig an Leib und Seele für den Dienst an Staat und Volk. Eine Erziehung, die ihn vier Jahre später dazu zwang seine Heimat zu verlassen, auf der Suche nach Arbeit, die einem wie ihm keiner geben wollte. Für ein paar Essensreste erlernte er das Handwerk des Schriftenmalers, traf Großmutter und gründete mit ihr eine Familie.
Als die Schläuche und Nadeln entfernt waren, die ihn noch ein paar Tage in dieser Welt zurückgehalten hatten, saß ich neben ihm und dachte daran, wie oft ich nicht verstehen wollte, dass er sie nicht auszurotten vermochte – diese Erinnerungen an die Schuhe und an die Lehren derer, von denen er sie erhalten hatte. Er hatte sich die Zeit in die er geboren wurde wohl nicht ausgesucht, genau so wenig wie die Zeit zu der er sterben musste. Vielleicht wäre er ein guter Nationalsozialist gewesen. Mit Sicherheit aber war er ein guter Vater, ein guter Großvater, ein guter Urgroßvater… Ein guter Mensch… Irgendwann vergeht auch die Vergangenheit!
Weil es einfach sehr fein zu lesen ist, und sehr lustig, und weil darin ein paar kluge Gedanken über Klugscheißer wie mich stehen, muss ich dieses Buch einfach weiterempfehlen. Gleichzeitig gilt mein Dank Frau F., die mir dieses Buch empfohlen hat. Ich hoffe, dass es ohne Hintergedanken war…
So, wie die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, wohingegen die Toten nichts wissen, so glaube ich, daß es schlimmer ist, intelligent zu sein als dumm, denn ein Dummer weiß nicht, daß er dumm ist, während ein intelligenter Mensch, und sei er auch noch so demütig und bescheiden, zwangsläufig um seine Intelligenz weiß.
[Antoine oder die Idiotie, S.47]
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