
Wo viel Licht, da viel Schatten – dies gilt auch für das Leben eines Paparazzo. Während jeder von uns Stars und -innen weiß, wie es ist, das Haus nicht ohne dunkle Sonnenbrille verlassen zu können, um sich vor dem Blitzlichtgewitter zu schützen, hat kaum einer Ahnung davon, welche Qualen die unbeachtete und ungeliebte Paparazzoseele erleiden muss, die ständig in unserem durch ihr eigenes Blitzlicht erzeugten Schatten steht.
Niemand weiß um die furchtbaren Ängste, Gefahren und Bedrohungen, welchen sich Paparazzi täglich aussetzen:
- Strafzettel wegen überhöhter Geschwindigkeit, um nicht zu spät zu kommen
- erhöhte Cholesterinwerte durch Junk-Food, weil für gesunde Ernährung keine Zeit bleibt
- bei einer Verfolgungsjagd in einem Pariser Tunnel gegen einen Betonpfeiler zu rasen
- durch eine Ernst-Augustsche Regenschirmattacke einen Schädelbruch (in Fachkreisen auch als Hannoveranisches Knirpstrauma bekannt) zu erleiden
- feststellen zu müssen, dass das exklusive Photo nicht auf der Titelseite gedruckt wurde
Den Leserinnen und Lesern dieses Weblogs möchte ich die Aufzählung weiterer Unmenschlichkeiten ersparen.
Doch mittlerweile kümmern sich immer mehr Medienformate um die bisher Ausgegrenzten, die Verabscheuten, die sich im Dienste der Mediengesellschaft selbst Aufopfernden, kurz: die Paparazzi. Immer öfter strahlen uns sozialkritische TV-Sender wie Pro7, RTL und Sat1 Beiträge direkt in unser Wohnzimmer, die dieses gefährliche und undankbare Leben am Rande der Gesellschaft dokumentieren. Dazu filmen und photographieren Paparazzi sich selbst. Der Jäger wird somit zum Gejagten, der ungeliebte Täter zum bemitleideten Opfer, der Paparazzo zum Star!
Es lebe der Meta-Paparazzismus! Ein neues Phänomen der Medienkultur, dass ihre ungeliebten Kinder endlich in das Rampenlicht stellt, auf dass sich Licht und Schatten neu verteilen mögen!

Ich kenn mich ja mit Theater gar nicht aus, und wahrscheinlich war es total gut, aber ich fand es scheiße. Die Inszenierung der Wiederholung der Fragmentierung – oder umgekehrt? So könnte das bezeichnet werden, was Gerhard Fresacher in mittlerweile abgelutschter üblicher Weise auf die Bühne bringt – Textfragmente von Josef Winkler, unter dem Titel:
ICH REISS MIR EINE WIMPER AUS, UND STECH DICH DAMIT TOT oder DAS TAUSEND-JÄHRIGE REICHSZELTFEST – LETZTER TAG: SUNSET oder noch ein Stück von Josef Winkler
Die neueste Produktion des Klagenfurter Ensembles kommt dramaturgisch eher seicht daher. Wo es an Substanz fehlt, peppt man mit Visuals und Musik ordentlich auf. Scheiße schmeckt aber auch nicht besser, wenn man Zimt draufstreut. Vielleicht handelt es sich auch nur um einen Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen, oder vom nicht Vorhandenen abzulenken. Nicht vorhanden scheint übrigens auch das Publikum – angeblich wurde am zweiten Abend vor ungefähr 5 (in Worten: fünf!) Zusehern gespielt (ungefähr wahrscheinlich deshalb, weil die Anzahl der Menschen bei so einer unüberschaubaren Menge kaum feststellbar sein dürfte). Angeblich ist ja aber auch Weihnachten und da geht doch niemand ins Theater…
Warum Funklöcher auch in Zeiten des Elektrosmogs nerven.
Highspeedsurfen will i. Is aber nix, mit Highspeed, weil genau im Umkreis von ca. 80m rund um das Haus irgendwas den Funk durchlöchert. Mit 5KB/sec macht Internetz keinen Spaß, und der Willi, der ist für den Hugo! sit down. relax.
Immobilienkrise hin oder her, wenn die Amis den Arsch den Dollar nicht bald wieder hochkriegen, dann wird das nichts, mit meinen Plänen vom unverdienten und doch erlangten Reichtum. Die größte Suchmaschine der Welt, die auch auf dieser Seite Werbung macht, bezahlt ihre Schulden in Dollar. Höchst unlukrativ, bei diesen Wechselkursen…
600 waren es heute. 600 ungelesene Weblogbeiträge, die der gute Google-Reader für mich parat hielt. Wer soll denn das alles lesen? Und… warum heißt das Ding dann eigentlich Reader?
Sie behauptet ich hätte Hermeneutik gesagt. Ich verstehe das nicht…
Na Bravo! Das Weblog, das widerspenstige Ding, will meine eigenen Kommentare nicht posten. Als Spammer werde ich beschimpft. Es scheint wohl nicht ganz klar, wer hier der Herr im Haus…

Zwei ältere Damen unterhalten sich im Kaufhaus in Pelz gemummt und mit Louis Vuitton umhängt über die Asylproblematik. Und das geht so:
Weil wie kommen die denn da herauf aus dem Kongo? Doch nicht zu Fuß! Die kommen ja mit dem Flugzeug, und dann sind sie da. Dafür haben sie das Geld. Das kostet doch mindestens auch 1500 €uro. Und dann versorgen sie unserer Kinder mit Rauschgift. Und wenn ein Polizist so einen Neger angreift, dann schreit der ja Zeter und Mordio! [...] Und die Grünen darf man ja nicht wählen, weil die haben grüne Anwälte, die für diese Neger um Asyl ansuchen, und schon sind die dann zehn Jahre da und lassen sich verhätscheln! So läuft das!
In der Trafik nebenan sucht sich eine dieser netten Damen ein paar hübsche Weihnachtskarten aus, und reagiert überrascht und wortlos auf meine Frage, ob sie die denn in den Kongo schicken wolle, damit die Neger dort auch frohe Weihnachten hätten? Anspeiben war mein erster Gedanke. Ich hab mich dann aber doch für die Frage entschieden…