Archive for 2008-04

In dieser Stadt werd' ich immer nur ein Fremder sein, und allein…

Quelle: Udo Jürgens – Griechischer Wein

Category: Hard/Soft/Ware

Nach ca. 15330 Betriebsstunden war die Tastatur doch etwas abgegriffen und der Lüfter röchelte den Friedhofsjodler. Das ThinkPad hat die Operation gut überstanden, läuft so leise wie schon lange nicht mehr und schreibt fast wie von selbst…

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Komisches Gefühl, eines dieser Dinge an sein Ohr zu führen, auf dessen Verpackung man beim schnellen Hinsehen "200 Watt-Stäbchen" liest. Und plötzartig wird klar, warum viele behaupten, sich die Ohren zu reinigen wäre schlecht für das Gehör…

Uwe-Daniel Kopp heißt der Macher (Autor, Regiesseur, Produzent, etc.) des 28-minütigen Experimentalfilms 745, den er als Diplomarbeit an der Kunst-Uni Wien einreichte und der bei der DIAGONALE 08 (samt dem Macher) zu sehen war. 28 Minuten, die aus Unschärfe und einem Cut-Up von Szenenbeschreibungen und Dialogsequenzen aus 745 Hollywood Blockbustern bestehen. Der Macher stotterte erzählte nach dem Film noch ein bisschen was von Hollywood-Kritik und von Dekonstruktion, meinte damit aber wahrscheinlich etwas anderes.

Etwas dekonstruiert wirkte er dann auch, als ihn jemand aus dem Publikum auf Unklarheiten in seinen Aussagen ansprach und auf die Dekonstruktion und Derrida, worauf der Macher aber nicht weiter eingehen konnte wollte. Dafür wollte er sein Desinteresse für ein Publikum dieser Art ausdrücken, auf das er gern verzichten könne – schließlich gehe es hier um Film und nicht um irgendwas, worüber irgendwer irgendwann irgendein Buch geschrieben habe.

Dass Film ohne Publikum aber nur schlecht funktioniert, scheint Kopp nicht ganz verstanden zu haben. Die Dekonstruktion vielleicht auch nicht. Und ich habe natürlich weder den Film noch den Macher verstanden, sonst könnte ich nicht den Eindruck haben, dass sich ein kleiner elitärer Filmfuzzi großer Künstler einfach mit einem billigen Argument der Diskussion seines eigenen Kunstwerks entzieht…

Category: The Daily Star
SIE: Das geht sicher alles gut!
ICH: Das nenn ich Optimismus. Ich bin ja eher ein Freund des Pessimismus.
ER: Das wäre dann in diesem Fall eher Realismus.

Als sofastar und diagonaler schräger Typ muss ich da natürlich hin… Vielleicht möchten Sie auch? Der Link versteckt sich hinter dem Bild…

diagonale 08

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Denn es ist fatal, wenn ein Urlauber fragt: "Where are the bitches", wenn er doch "beaches" meint.

Quelle: Spiegel Online (via Verwaltet)

Dieter Moor, von dem ich seit den Kunst-Stücken und Talk-Radio im österreichischen Rundfunk leider viel zu wenig mitbekommen habe, moderiert derzeit Sonntag abends auf ARD das Kulturmagazin ttt (Titel, Thesen, Temperamente). Seit einigen Jahren betreibt der gebürtige Schweizer in Hirschfelde im Nordosten von Berlin mit seiner Frau Sonja einen Bauernhof und züchtet Schafe. Und das begann so:

Milleniumswechsel. Ein Berg in der Schweiz. Freunde entwickeln eine Vision: Einen Ort zu schaffen, der ein Bekenntnis ist. Mit Menschen zu sein, die einander vertrauen. Ein Kreis von Freunden die füreinander einstehen und gemeinsam nachhaltige Werte schaffen. Seit 7 Jahren verbindet dieses Bekenntnis Menschen verschiedenster Lebensstile, Berufe, Fähigkeiten und Talenten, zu einer Gemeinschaft der freien Ungleichgesinnten. Im Oktober 2006 gründeten die Freunde den Verein Alternativen für Zukunft e.V.

Quelle: www.afz-netz.de

Dieter Moor übersetzt AFZ auch gerne mit "arschlochfreie Zone", weil es sich um ein regionales Netzwerk von Menschen handelt, die sich um die Mitmenschen, die Tiere und die Natur so kümmern, wie das vor einigen Jahrzehnten ganz normal war, und wie es heute leider immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Für Moor hat das nichts mit Bio zu tun, was er und seine Verbündeten zu leben versuchen. Es sei einfach eine gesunde Form des Zusammenlebens und vor allem auch der Landwirtschaft.

Schuld sind unsere Esel – Interview mit Dieter Moor im Tagesspiegel.

Don Dahlmann stellt sich vor der re:publica 08 die Frage, warum sich Weblogs in letzter Zeit etwas abnutzen, und was man dagegen tun könnte. Ein Blogportal muss her, meint er. Ein Weblog ist nicht mehr das, was es einmal war, meine ich.
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