Archive for Ein Bisschen Bluna

Freitagstexter

Zum dritten Mal gibt's hier also den Freitagstexter, zu verdanken haben Sie und ich das dem Neubaublog. Merci!

Die Regeln sollten bekannt sein: Gefragt ist Sprechdurchfall, passend zum Bild (klick macht groß). Hinterlassen Sie Über-, Unter- oder sonstige Schriften! Aus all den wundervollen Kommentaren wähle ich nächsten Mittwoch, ganz wie es mir gefällt, den wundervollsten aus, womit dann auch die Gastgeberin bzw. der Gastgeber für die nächste Woche feststehen wird.

Freitagstexter 2009-08-14

Sapperlot! Gerade kurz auf der Couch eingenickt, das Notebook auf dem Schoß, und als ich aufwache sind alle RSS-Feeds als gelesen markiert…

Berta B. von nebenan reinigt vorzugsweise chemisch und das mit Ausdauer. Ihre Kundschaft empfängt sie häufig barfuß, begleitet von einem Glockenton, der ihre Gedanken im Laufe der Jahre weichgespült haben muss. So weich wie die Wäsche in der Riesenwaschmaschine, in die Berta B. von der Berühmtheit ihrer Initialen träumend blickt…

Dem Herrn Paulsen sein Kiosk bietet ein Sechs-Neurosen-Stöckchen an. Wie Frau P. so schön zu sagen pflegt: Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? So here I go…

  1. Die Lautstärke stelle ich immer auf eine gerade Zahl. Steht sie auf 15, drehe ich auf 16 weiter, oder zurück auf 14.
  2. Auf der Rolltreppe stehe ich rechts, damit die Leute links vorbeigehen können. So gehört sich das – rechts stehen, links gehen. Linkssteher sind einfach widerlich.
  3. Bei Romanen lese ich den letzten Satz immer nach dem ersten, und dann den Rest dazwischen.
  4. Manchmal räume ich die Waschmaschine vor dem Waschgang noch einmal aus, um sicher zu gehen, dass es keine farblichen Promenadenmischungen gibt. Danach räume ich alles wieder ein, und das Waschen kann beginnen.
  5. Ich lege den Sicherheitsgurt immer erst an, wenn ich schon einige Meter gefahren bin.
  6. Ich nehme beim Einkaufen stets eine der hinteren bzw. der unteren Packungen.

Verflixt! Gerade eben war er noch da, und jetzt ist er auf einmal bei Frau Katzenklappe zu finden…

missing bob

Man muss sich nicht immer versprechen. Man kann sich auch einmal verlesen: da stand doch statt "Happy Mother's Day!" gerade "Happy Monster's Day!" im Feed-Reader. Auf die meisten mir bekannten Mütter trifft das allerdings gar nicht zu, daher frage ich mich gerade wen ich da… Ach was, ich würde es Ihnen doch nicht verraten.

Komisches Gefühl, eines dieser Dinge an sein Ohr zu führen, auf dessen Verpackung man beim schnellen Hinsehen "200 Watt-Stäbchen" liest. Und plötzartig wird klar, warum viele behaupten, sich die Ohren zu reinigen wäre schlecht für das Gehör…

Statistisch gesehen retten Bohrmaschinen Leben und die Montage von Satellitenanlagen erhöht das Risiko erschossen zu werden. Aber lesen sie selbst:

DEEPWATER, Mo. — Officials are trying to decide whether to file charges against a Missouri man who fatally shot his wife while trying to install a satellite TV system in the bedroom of their home.

Patsy Long, 34, of Deepwater, died after being shot in the chest with a .22-caliber handgun on Saturday. Her husband, Ronald Long, fired the shot from the inside of their home after several unsuccessful efforts to punch a hole through the exterior wall using other means.

Henry County sheriff's deputies said the woman was hit by the second of two shots fired by her husband.

Long was given CPR by neighbors and family until medics arrived, police said. She was transported by air ambulance, but was pronounced dead at the hospital just after 6 p.m.

Quelle: KCTV5.com (via boingboing.net)

London – Der homo britannicus vulgaris wird zum Exempel technikdeterministischer Theorie und gerät auf die Liste der gefährdeten Arten. Walk and Text nennt sich das Phänomen, das eine große Gefahr für die britische Bevölkerung darstellt. Grundsätzlich trägt die gemeine Britin bzw. der gemeine Brite das Haupt sehr hoch und neigt es seit Heinrich dem VIII. auch nicht aus Demut vor dem Herrn. Ganz anders verhält es sich offensichtlich beim Verfassen von Kurznachrichten. Mit starr auf das Mobiltelephon gerichtetem Blick übersehen VertreterInnen der genannten Spezies in ihrem natürlichen Lebensraum auftretende Hindernisse wie Laternen oder Mülleimer und stoßen sich regelmäßig den Kopf, was zu schlimmen Verletzungen wie Frakturen der Nase oder des Schädels führen kann. Spezielle Bodenmarkierungen und mit Matratzen ummantelte Laternen sollen der Problematik Einhalt gebieten. Was für eine Verweichlichung! Wie unbritisch!

(via Eva aus Wien, bestätigt von Barbara aus London)

Quelle: Walk and Text | derStandard.at – 2008-03-13

Soeben spricht die Frau im Fernseher vom deutschen Astronauten Hans Schlegel, der mit seinen Sexkollegen gerade im Weltraum unterwegs ist. Moment? Wie viele waren das?