Archive for Least Wanted

[...] je mehr die an der Hochschule erworbene Qualifikation eine Qualifikation für einen spezifischen Arbeitsprozeß darstellt, um so mehr wird die geistige Arbeit proletarisiert, d.h. zu einer Ware; um so mehr ist die Ware »geistige Arbeitskraft« gezwungen, sich auf einem »Arbeitsmarkt für geistig-wissenschaftliche Qualifikation« zu verkaufen, um so mehr wird der Preis dieser Ware auf ihre Reproduktionskosten, d.h. auf ihren Wert herabgedrückt, um welchen sie, durch die jeweiligen Verhältnisse von Nachfrage und Angebot verändert, oszilliert. Und je mehr dieser Proletarisierungsprozeß fortschreitet, um so mehr wird die Arbeitsteilung im wissenschaftlichen Bereich mit den unvermeidlichen Begleiterscheinungen der Überspezialisierung und des »Fachidiotentums« vorangetrieben, um so mehr wird der Student gefangen in einem den Verwertungsbedingungen des Kapitals unterworfenen Spezialunterricht. Und je fragmentierter die geistige Qualifikation, je fragmentierter der geistige Arbeitsprozeß wird, um so mehr verallgemeinert sich der entfremdete und entfremdende Hochschulunterricht zu einem Produktionsprozeß von entfremdeter und entfremdender, unter das Kapital real subsumierter geistiger Arbeit. (Mandel 1974, S. 244)

Mandel, Ernest (1974). Spätkapitalismus. 3. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Mein (schlechtes!) Namensgedächtnis wird mir noch irgendwann einmal wirkliche Probleme machen. Zum Beispiel, wenn ich bei diesem ehemaligen Schifahrer da im Studio sitze, und bei der Spielshow, bei der man eine Million gewinnen kann, bei der Millionenfrage dann nicht weiß, wie die berühmte Pornodarstellerin heißt, die in meinem Geburtsjahr 1974 mit dem Film China Doll ihre fulminante Karriere begann…

Es ist Freitag. Normalerweise ein Grund, sich zu freuen. Wochenende und so. Freitagstexter und so. Ja. FREITAGSTEXTER! Den haben Sie hier auch schon öfter gefunden. Und Sie hätten ihn auch vorigen Freitag hier finden sollen. War aber nicht so. Weil es irgendwie an mir vorübergegangen ist, dass ich dort mit einem der wichtigsten Preise, die das Internetz zu vergeben hat, dekoriert wurde. Deshalb gibt es jetzt eine Lücke im Freitagstexterkontinuum, für die ganz alleine ich verantwortlich bin. Damit aber die Geschichte nicht einfach hier endet, hat Thomas von formschub den Freitagstexter kurzerhand adoptiert. Also, gehen Sie hin! Texten Sie! Ich werde es auch tun. Und sollte ich gewinnen – sagen Sie bitte Bescheid!

@Ulf: Ihr Kommentar landete, warum auch immer, im Spam-Ordner, und dort wurde er von mir nicht wirklich wahrgenommen. Asche auf mein Haupt!

Von "Körperverletzung im Dienst" spricht die Berliner Polizei in einer Pressemitteilung. Irgendwie passt für mich der Text nicht zum Bild, aber lesen und sehen Sie selbst:

Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Lautsprecherwagens kam es seitens mehrerer Teilnehmer zu massiven Störungen der polizeilichen Maßnahmen. Trotz wiederholter Aufforderungen, den Ort zu verlassen, störte insbesondere ein 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest. Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher körperlicher Gewalt verhinderten. Der Unbekannte entfernte sich anschließend vom Tatort. Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt.

Der Spiegel Online schreibt über die Abmahnung gegen Sportblogger – das Handelsblatt äußert sich über die nichtvorhandene Kommunikation von JAKO: Und JAKO schweigt – die netzeitung.de schreibt: Ein Turnbeutelausstatter macht sich unbeliebt – bei antibuerokratieteam.net heißt es JAKO – Das PR-Desaster – auf Youtube gibt es ein Video: JAKO Sportbekleidung kommt mir nicht ins Haus – das Portal für Marketing, Werbung und Medien, horizont.net spricht von einem PR-Eigentor – bei nerdcore.de heißt es Jako AG und seine Anwälte bullshitten Blogger wegen Newsaggregator – für n-tv.de steht JAKO am PR-Pranger – die ruhrbarone.de fragen: ist der Fall JAKO der Anfang vom Ende der Abmahnanwälte? – von David vermöbelt Goliath ist auch öfter die Rede – die Süddeutsche spricht von geballter Blogpower und von einem Imageschaden für JAKO – bei heise online bezeichnet man die Bloggerabmahnung als PR-Gau – und auch die Wikipedia informiert bereits über den Umgang mit Kritik im Internet.

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Über einen Tweet von Helge bin ich auf einen Blogbeitrag von allesaussersport gestoßen, der sich mit der Auseinandersetzung zwischen dem Fußballblogger Trainer Baade und dem deutschen Trikothersteller JAKO bzw. dessen Anwaltskanzlei Horn und Kollegen beschäftigt. Die Sache zieht gerade ihre Kreise, netzpolitik.org spricht von einer neuen Social Media Kampagne, auf twitter wird getwittert, und auch der Wikipedia-Artikel über JAKO wurde bereits dementsprechend aktualisiert.

Soeben habe ich an JAKO und an die Anwaltskanzlei Horn und Kollegen folgende E-Mail gesendet, und bin gespannt, ob es eine Antwort gibt. Und für meine wenigen aber treuen LeserInnen gilt: spread the word!

Edit 2009-09-01 17:47
JAKO hat jetzt auch einen Twitter-Account: jako_de

Edit 2009-09-01 18:03
Bleibt die Frage, ob der Twitter-Account auch echt ist. Nach diesem Tweet habe ich so meine Zweifel…

Edit 2009-09-01 18:07
Und nach diesem Beitrag scheint klar zu sein, dass der Account ein Fake ist…

Edit 2009-09-01 18:09
Bestätigung: jako_de ist ein fake

E-Mail an JAKO und Horn und Kollegen

Sehr geehrte Damen und Herren der Firma JAKO,

ich möchte Ihnen und Ihrer Anwaltskanzlei auf diesem Wege herzlichst gratulieren!

Durch Ihren vorbildlichen, eleganten und vor allem kompetenten Umgang mit einer im Internet über Ihr Unternehmen geäußerten Kritik ist es Ihnen durchaus gelungen, auf sich aufmerksam zu machen – ja sogar mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, als es die besagte Kritik jemals vermocht hatte!

Heutzutage nennt man so etwas Virales Marketing oder auch Social Media Kampagne – fragen Sie da am besten Frau Iris Sanguinette von Ihrer Anwaltskanzlei Horn und Kollegen, sie scheint sich da besonders gut auszukennen, mit diesem Internet. Sie macht ihre Sache auch wirklich ausgezeichnet: über JAKO wird gebloggt, über JAKO wird getwittert, an JAKO werden E-Mails geschrieben – sogar die Änderung des Wikipedia-Artikels über JAKO wird bereits diskutiert… (Ihre Anwaltskanzlei – und vor allem Frau Sanguinette – kann Ihnen die entsprechenden Beiträge und Informationen mit Sicherheit ausfindig machen.)

Sie sehen, Ihr Verhalten bzw. das Ihrer Anwaltskanzlei zieht weite Kreise! Sie sollten sich von Frau Sanguinette daher auch erklären lassen, wie groß der entstandene Imageschaden ist, und sich gegebenenfalls eine Schadensersatzklage überlegen. Dafür sollten Sie dann aber wohl die Anwaltskanzlei wechseln…

Ich habe mir erlaubt, diese E-Mail auf meinem Weblog (http://www.sofastar.at) zu veröffentlichen und würde mich über eine Stellungnahme von JAKO oder von der Kanzlei Horn und Kollegen sehr freuen!

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Meischberger, Westenthaler, Koloini, Winter, Hofer… Die Liste der zwielichtigen und zum Großteil auch rechtskräftig verurteilten Gestalten im orangen Dunstkreis des wohl berühmtesten Alkolenkers Österreichs wird immer länger. Prügelknaben, Meineidschwörer, Steuerhinterzieher, Fremdenhasser, das alles findet man nicht unter den so oft gefürchteten Asylwerbern sondern in den eigenen Reihen des BZÖ. Nette Leute scheinen die da zu haben… Edle Vertreter des Volkes…

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Mit diesen Worten beginnt Ewald Stadler eine Presseaussendung über den APA OTS. Hier der ganze Text:

BZÖ Kärnten / 24.05.2009 / 08:30 / OTS0006 5 II 0278 BZK0003 AI

Post vom Volksanwalt: Mag. Ewald Stadler schreibt heute den Asylanten = Wien (OTS) –

Ihr Asylanten,

und besonders jene unter euch, die uns auf der Tasche liegen, die kriminell sind und sich nicht integrieren wollen. Ihr könnt euch bei Brüssel herzlich bedanken. Bedanken dafür, dass die EU eine Richtlinie herausgegeben hat, die unsere Asylgesetze massiv aufweicht und damit euch Asylanten Tür und Tor nach Österreich öffnet. Dafür, dass mit dieser Richtlinie auch alle eure Verwandten das Recht haben, zu uns zu kommen. Dafür, dass ihr mit dieser Richtlinie bereits sechs Monate nachdem ihr eingewandert seid, bei uns arbeiten dürft. Und dafür, dass diese Richtlinie uns Steuerzahler verpflichtet, an euch Zahlungen in Höhe der Sozialhilfe zu leisten. Bedanken könnt ihr euch aber auch bei ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und Hans-Peter Martin. Denn die Grünen und Hans-Peter Martin haben im EU-Parlament ebenso für diese Richtlinie gestimmt wie mehrere EU-Abgeordnete der SPÖ und die große Mehrheit der europäischen Volkspartei, zu der die ÖVP gehört. Andreas Mölzer von der FPÖ hat euch Asylanten sowieso den größten Gefallen getan und die Abstimmung über diese Asyl-Richtlinie überhaupt geschwänzt.

Euer Dank könnte aber auch verfrüht sein… Denn als Volksanwalt Österreichs in Brüssel werde ich alles tun, um diese Richtlinie doch noch zu verhindern. Weil ich meine, dass wir Österreicher selbst entscheiden sollen, wer zu uns kommen darf und wer nicht oder wer bei uns arbeiten darf und wer nicht. In diesem Sinne wünsche denen, die kriminell und integrationsunwillig sind und jenen, die planen auf Basis der genannten EU-Richtlinie nach Österreich zu kommen, schon jetzt: Gute Heimreise!

Mag. Ewald Stadler
Unser Volksanwalt in Brüssel
Dorotheergasse 7/ 19-20, 1010 Wien | ewald.stadler@parlament.gv.at

Rückfragehinweis: BZÖ

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

OTS0006 2009-05-24/08:30

240830 Mai 09

(APA OTS, 24.05.2009 20:05)

Das wirklich Traurige an der Geschichte ist, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit besorgniserregend viele Menschen in diesem Land gibt, die diesen Brief liebend gerne selbst geschrieben hätten. Es wäre eine Schande, würde man Stadler mit einer derartigen Verhetzung einfach davonkommen lassen, so sie denn wirklich von ihm stammt. Inhaltlich wäre es ihm durchaus zuzutrauen, andererseits hätte ich mir nicht gedacht, dass er sich so etwas erlaubt.

Ich bin gespannt, ob sich die Meldung als Fälschung herausstellt, und ob es die politische Diskusstion darüber geben wird. Bisher gibt es zumindest im www fast keine Reaktionen darauf, aufmerksam wurde ich auf diese Aussendung lediglich via franzjoseph (twitter).

Dass es auch von Seiten des BZÖ noch keine Reaktion darauf gibt, könnte bedeuten, dass es sich um eine reguläre Aussendung handelt, oder dass das Pressemonitoring in der Endphase des Wahlkampfes an einem Sonntag nicht wirklich arbeitet…

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Papa Ratzinger bereist Afrika, den Kontinent in dem 67% aller mit AIDS infizierten Menschen leben, und spricht sich noch während des Fluges gegen die Verwendung von Kondomen aus. Was bin ich froh, dass ich bereits vor Jahren aus diesem Verein ausgetreten bin. Robert Misik fragte vor kurzem: Ist Katholizismus heilbar? Ich hoffe es, und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

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In einem offenen Brief an die Lehrerinnen und Lehrer zählt Frau Dr. Claudia Schmied so viele wunderbare Dinge auf, die ihr sowieso schon niemand mehr glaubt. Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer? Tatsächlich? Kleingruppenunterricht? Was sie nicht sagt! Klingt alles wunderbar, und wurde auch schon von Lehrerinnen und Lehrern wiederholt gefordert – die stießen aber im Ministerium auf taube Ohren. Sie wissen schon – das Geld! Jetzt kann man das alles umsetzen, aber nur, wenn die Lehrerinnen und Lehrer durch eine Anhebung der Unterrichtszeit mithelfen, ein paar Millionen einzusparen. Das Steuergeld braucht man bekanntlich für die Rettung der in Not geratenen: Banken, AUA, etc. Aber wo bleiben die Details? Welche der en passant angesprochenen Reformpläne werden wie und bis wann umgesetzt? Warum fragt keiner nach den Details? Anstatt sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, spielen die Vertreterinnen und Vertreter der Lehrergewerkschaften beleidigte Leberwurst oder setzen eine Kollegin vor die Fernsehkamera, die der Welt vorlamentiert, dass sie als dreifache Mutti fünf Französisch-Schularbeiten jährlich korrigieren muss. Es macht nicht den Eindruck, als würde sich wenigstens auf dieser Seite irgendjemand für die Details interessieren geschweige denn einen Willen zur produktiven Mitarbeit besitzen…

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