Archive for Outside The Box

In diesem langen Beitrag geht es nicht darum, Erklärungen oder Lösungen zu finden oder anzubieten. Es geht um die Perspektiven und Denkweisen, es geht darum, wie die Diskussionen über Schule derzeit geführt werden, und was dabei oft nicht gedacht oder zumindest nicht erwähnt wird.

P.S. (17.03.2009): Es geht auch NICHT darum, die derzeitigen Zustände oder Geschehnisse in irgendeiner Form zu erklären, zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. Ich möchte hier nur den Gedanken aufwerfen, dass Schule uns alle angeht, nicht nur die, auf die wir derzeit so gerne mit dem Finger zeigen…
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Kopieren ist Kulturtechnik! Diese Meinung vertritt der deutsche Musiker Johannes Kreidler, der aus 70.200 Musiksamples einen 33 Sekunden langen Song komponiert hat. Nun möchte er in einer Kunstaktion alle Samples bei der GEMA anmelden – für jedes Sample ein Formular – 70.200 Formulare.

Kreidler möchte damit auf die veralteten Bestimmungen des Urheberrechts aufmerksam machen, und Aufmerksamkeit ist ihm jetzt schon gewiss. Die "Einreichung" der Formulare findet am 12. September 2008 in der GEMA-Generaldirektion Berlin in der Bayreuther Straße 37 statt, Schaulustige sind herzlich eingeladen.

product placements auf kreidler-net.de

Ein Song mit 70.200 Samples auf coverinfo.de

via mcwinkel auf twitter

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Dieter Moor, von dem ich seit den Kunst-Stücken und Talk-Radio im österreichischen Rundfunk leider viel zu wenig mitbekommen habe, moderiert derzeit Sonntag abends auf ARD das Kulturmagazin ttt (Titel, Thesen, Temperamente). Seit einigen Jahren betreibt der gebürtige Schweizer in Hirschfelde im Nordosten von Berlin mit seiner Frau Sonja einen Bauernhof und züchtet Schafe. Und das begann so:

Milleniumswechsel. Ein Berg in der Schweiz. Freunde entwickeln eine Vision: Einen Ort zu schaffen, der ein Bekenntnis ist. Mit Menschen zu sein, die einander vertrauen. Ein Kreis von Freunden die füreinander einstehen und gemeinsam nachhaltige Werte schaffen. Seit 7 Jahren verbindet dieses Bekenntnis Menschen verschiedenster Lebensstile, Berufe, Fähigkeiten und Talenten, zu einer Gemeinschaft der freien Ungleichgesinnten. Im Oktober 2006 gründeten die Freunde den Verein Alternativen für Zukunft e.V.

Quelle: www.afz-netz.de

Dieter Moor übersetzt AFZ auch gerne mit "arschlochfreie Zone", weil es sich um ein regionales Netzwerk von Menschen handelt, die sich um die Mitmenschen, die Tiere und die Natur so kümmern, wie das vor einigen Jahrzehnten ganz normal war, und wie es heute leider immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Für Moor hat das nichts mit Bio zu tun, was er und seine Verbündeten zu leben versuchen. Es sei einfach eine gesunde Form des Zusammenlebens und vor allem auch der Landwirtschaft.

Schuld sind unsere Esel – Interview mit Dieter Moor im Tagesspiegel.

Wenn ich einem Phänomen noch nie wirklich etwas abgewinnen konnte, dann ist es der Sportpatriotismus. Sowohl die Freudenausbrüche als auch die Depressionen nach den Siegen oder Niederlagen der Maiers, der Rogans, der Rapids, Austrias, KACs und WEVs oder wie diese Identifikationsangebote auch immer heißen mögen, blieben mir somit in den letzten 33 Jahren meines Lebens erspart. Und ich glaube auch nicht, dass sich daran jemals etwas ändern wird. Ebenso steht es mit meiner quasi nicht vorhandenen Affinität zum Fußball. Nicht einmal wenn eine Europameisterschaft im eigenen Land, und in meinem Fall quasi auf dem eigenen Balkon stattfindet, stellt sich die geringste Form von Erregung oder Begeisterung ein. Aber man soll ja bekanntlich nicht von Dingen sprechen, von denen man keine Ahnung hat…

In Anbetracht der Situation erlebe ich heute eine absolute Premiere: Ich werde zum ersten Mal, einer Einladung folgend, DAS Stadion betreten, und mit vielen Menschen dabei zusehen, wie 22 Männer nach einem Ball und nach einander treten. Angeblich geht es auch um etwas! Für den FC Kärnten nämlich um die Abwehr des Abstiegs. Ein schneller Blick in die Tabelle zeigt mir, dass nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Letztplatzierten eine schlechte Ausgangsposition darstellen. Sie merken schon, ich habe mich bereits informiert, um mich dem Milieu anzupassen und nicht sofort als Außenseiter entlarvt zu werden. Schließlich besteht die Gefahr, dass irgendwer auf das Thema Fußball zu sprechen kommt…

Naomi Campbell spricht schlecht über ihre Brötchengeber. Die Modebranche sei rassisitsch, weil die Menschen die Schönheit von Schwarzen nicht immer anerkennen würden. Ach nein! Die 37-jährige, die ab und zu mit Mobiltelephonen nach ihren Hausangestelltinnenn wirft, scheint zu übersehen, dass die Modeindustrie die Schönheit von Millionen von Menschen nicht anerkennt. Vielleicht sollte Naomi einmal über die Kategorie Schönheit im Allgemeinen nach- und über den Tellerrand hinausdenken. Vielleicht wäre das aber auch zu viel verlangt. Schließlich wird sie nicht fürs Denken bezahlt, sondern fürs Schönsein… think. outside the box.

Category: Outside The Box

Vielen Dank an Frau G-Punkt für den Link!

Category: Outside The Box

Vor einer Zeit hatte ich eine Idee. Ich dachte mir, dass es vielleicht nicht uninteressant sein könnte, bekannte Werbeslogans, Claims oder Redewendungen und ebenso bekannte Bilder aus ihrem Kontext zu lösen, und durch eine unkonventionelle Rekontextualisierung sowohl den Bildern als auch den Botschaften eine andere Bedeutung zu verpassen. Damit klar wird, was ich meine, hier das erste Beispiel:

Vorsprung durch Technik

Vorsprung durch Technik

Der Slogan stammt von Audi, das Bild so viel ich weiß von Reuters. Ich habs aber vom Internet…